Brauchtum




Nikolaus von Myra



Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenige historisch belegte Tatsachen. Myra in Lykien, heute Demre, ist ein kleiner Ort ca. 100 km südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Im 4. Jahrhundert war es ein Bischofssitz. Quellen über Nikolaus' Leben stammen z. B. von Andreas von Kreta (um 700) und von einem Mönch Johannes aus dem Studitenkloster (gegründet im 5. Jahrhundert) in Konstantinopel. Nach verschiedenen Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 in Patara geboren, einer Stadt in Lykien in Kleinasien. Er sei mit 19 Jahren von seinem Onkel, ebenfalls mit Namen Nikolaus und ebenfalls Bischof von Myra, zum Priester geweiht worden und sei dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra gewesen. Während der Christenverfolgung 310 soll er gefangen genommen und gefoltert worden sein. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben (was auch von den besser bezeugten Bischöfen des 4. Jahrhunderts Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea berichtet wird und dort als historische Tatsache gilt). Nikolaus' Wirken hat zu vielfältigen Legendenbildungen beigetragen, die im Laufe der Jahrhunderte dazu führten, dass er als einer der wichtigsten Heiligen angesehen wurde. Die Legenden basieren allerdings nicht nur auf (vorgeblichen) Taten des Bischofs von Myra, sondern auch auf denen eines gleichnamigen Abtes des Klosters Sion bei Myra, der später Bischof in Pinara war und 564 starb. (Quelle Wikipedia)


Brauchtum St. Nikolaus



Im 10. Jahrhundert verbreitete sich die St. Nikolausverehrung von Italien nördlich der Alpen aus. Seit damals gilt er als Freund der Kinder und wundertätiger Helfer in der Not. Nikolaus als Gabenbringer wird in der Mitte des 16. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Viele Jahrhunderte wurde nicht an Weihnachten sondern am 6. Dezember den fleissigen und braven Kindern Geschenke gegeben. Zudem gab es Lob, Tadel und Strafen.


Samichlaus in Opfikon-Glattbrugg



1970 fanden sich einige Eltern zusammen, um auch in unserer Stadt den alten Brauch des Samichlauses zu erhalten. Sie hatten genug von den Chlaus-Schreckgespenstern, die mit Gepolter und Kettengerassel von Haus zu Haus zogen. Um den Träumen und Fantasien, den kleinen und grossen Freuden und Sorgen der Kinder und Erwachsenen gerecht zu werden, besuchten alle Mitglieder immer wieder Ausbildungskurse. War es früher üblich, die Kinder zuerst einzuschüchtern, anschliessend mit Nüssen und Birnenschnitzen wieder hinter dem Ofen hervorzulocken, zählen heute die Einfühlungsgabe, Herzlichkeit und das Verständnis für kindliche Nöte. Strahlende Kinderaugen sind der Beweis dafür, dass man den rechten Weg eingeschlagen hatte. Aus den zaghaften Anfängen ist ein Verein mit Mitgliedern jeden Alters entstanden. Alle Mitglieder arbeiten unentgeltlich und ein allfälliger finanzieller Überschuss darf nur für karitative Zwecke verwendet werden. Der Samichlaus und seine Helfer danken allen kleinen und grossen Freunden und sind glücklich, ihnen auch in Zukunft viel Freude zu bereiten.


Trägerin des Ehrenpreises der Stadt Opfikon-Glattbrugg 2003



Am Mittwoch 18. Juni 2003 hatte Die St. Nikolaus - Gesellschaft Opfikon-Glattbrugg die Grosse Ehre im Stadthaus, aus den Händen des Stadtpräsidenten Walter Fehr den Ehrenpreis der Stadt Opfikon entgegenzunehmen. Alle zwei Jahre wird dieser Preis an besonders verdiente Persönlichkeiten oder Vereine, die sich unentgeltlich in ihrer Freizeit einsetzen, werden ausgezeichnet. Wir, die St. Nikolaus-Gesellschaft erhielten den Preis für den langjährigen Einsatz und Bewahrer einer langen Tradition, auf den wir sehr stolz sind.